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Purbach am Neusidler See - Region Neusidlersee-Leithagebirge REGION WELTERBE NATURPARK
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Kirche

Die Purbacher Kirche ist dem Hl. Nikolaus geweiht. Der heutige, barocke Neubau entstand 1674-1677. Die Kirche wird in Purbach bereits 1418 urkundlich erwähnt.

Der Kirchturm ist mit 53 m Höhe der zweithöchste Turm des Burgenlandes.

Die gotische Kirche wurde 1650 renoviert und fiel 1673 einer Feuersbrunst zum Opfer, dabei stürzte der Glockenturm ein. Bei den Löscharbeiten wurde auch der Friedhof verwüstet. Das Gotteshaus wurde in den Jahren 1674 - 1677 wieder aufgebaut. 1683 brannten es die Tataren nieder.



An der Ostwand der neuen Sakristei sind zwei Grabplatten vom alten Friedhof eingelassen. Darüber befindet sich ein Ölbergrelief aus 1500. In der Nische steht die um 1780 entstandene Statue des Kirchenpatrons, des Hl. NIKOLAUS.

Ferner ist noch ein Epitaph der "Prunnerischen Freundschaft" mit der Jahreszahl 1718 an der Kirchenmauer zu sehen. Die PRUNNER gehörten einem alten Purbacher Fassbindergeschlecht an.



Das Hochaltarbild malte der in Ödenburg ansässige Künstler Stephan DORFMEISTER im Auftrag des Fürsten Nikolaus III.Esterhazy (1762 - 1790), dem Patronatsherrn der Kirche. Auf dem Gemälde ist die wunderbare Errettung einer Purbacher Bauernfamilie aus einem schweren Unwetter auf See dargestellt. Über dem geretteten Boot schweben der Heilige Nikolaus, der Schutzpatron der Schiffer und des Ortes, die heilige Dreifaltigkeit und die Mutter Gottes.

Das Bild hat einen geschichtlichen Hintergrund:
Frauenkirchen war schon seit uralten Zeiten ein beliebter Wallfahrtsort. 1678, als die Kirche und auch das Franziskanerkloster nach den Verheerungen der Türken wiederum hergestellt war, strömten viele aus der Umgebung des Neusiedlersees, und zwar am Tage Maria Himmelfahrt am 15. August nach Frauenkirchen. Auch von Purbach eilten viele zum Ufer des Sees, welcher dazumal noch bis zum Rand des Dorfes reichte, um mit den Kähnen über den See nach Frauenkirchen zu gelangen. Unter den Ausflüglern war ein Wirtschaftsbürger mit seiner verheirateten Tochter und ihrem Säugling. In ihrer Gesellschaft waren noch drei Leute auf einem kleinen Kahn. Bei der Rückfahrt, in der Mitte des Sees, entstand ein leichtes Lüftchen, welches sich innerhalb kurzer Zeit zu einem heftigen Sturm entwickelte. Als dann der Blitz einschlug, empfahlen sie sich dem Schutz der Mutter Gottes und überließen den Kahn gänzlich dem Winde in der Hoffnung, daß sie vielleicht das Ufer doch noch bald erreichen werden. Der Bauer wandte sich in der größten Not in seinem Gebet an den Hl. Nikolaus und gelobte ihm im Falle der Rettung, 100 Taler. Sein Gebet wurde erhört und der Bauer mit seinen Gefährten gerettet. Auf den großen Kahn aber wartete man vergebens. Erst nach 8 Tagen fand man die Leichen der Ertrunkenen. Der gerettete Bauer hat sein Versprechen gehalten und übergab dem Seelsorger 100 Taler. Nach 4 Jahren ließ man daraus dann das auch heute noch sichtbare Altarbild durch einen unbekannten Wiener Maler malen.

Der untere Teil des Bildes zeigt eben die glückliche Ankunft des Bauern mit seinen Gefährten an das Ufer des Sees.

Ein weiteres Bild Dorfmeisters, "Die heilige Familie" ist über dem rechten Seitenaltar zu sehen. Dieses Gemälde opferte der Künstler im Jahre 1780 der Pfarrkirche "Gott zur Ehre und dem Volke zur Andacht". Auf dem Altar stehen noch die Figuren des Hl. Sebastian und Hl. Rochus.

Der rechte Altar, der Marienaltar, ist mit einem Marienbild aus dem Jahre 1902 geschmückt, das von einer Raaber Malerin stammt.

Die Kanzel aus 1780 zeigt im Relief "Die Bergpredigt" und die "Verklärung Christi", an der Rückwand ist "der gute Hirte" zu sehen. Der Taufstein trägt die Jahreszahl 1710. Anläßlich der Kirchenrevierung 1948 schuf Prof. Landwehr drei große Deckengemälde und Fresken über den Fenstern.

1983 und 1984 wurde die Kirche innen neuerlich renoviert und ein an der Bachseite ein Kirchenzubau, der den neuzeitlichen liturgischen Anforderungen entspricht. 2000 wurde der Turm sowie die Außenfassade renoviert.

Gegenüber der Kirche steht der Pfarrhof. Ein "Meßkelch mit dem Brot des Herrn" und die Jahreszahl 1742 erinnern an den Pfarrer Christoph PRAUNSTEIN, der als Ortskind den Pfarrhof, zum Teil auf eigene Kosten, renovieren ließ. Im Pfarrhof sind u.a. Reste eines spätgotischen Sterngewölbes zu sehen. Im Pfarrhof selbst wird ein großes Ölbild, Kruzifix mit Engeln, aus dem Anfang des XVIII.Jhd. stammend, aufbewahrt.

Pfarrer in unserem Jahrhundert:
1900-1916   ERNST Emmerich
1916-1928   PECK Peter
1928-1942   GOGER Andreas
1942-1981   Msgr.KUGLER Johann
1981-2002   Dr.HILLINGER Franz
2002-2013   Dr.OKEKE Peter
2013-            Mag. ZSIFKOVITS Valentin


Der am 17.+18. März 2012 neu gewählte Pfarrgemeinderat setzt sich aus folgenden Personen zusammen:

- Brunäcker Anita
- Bugnar Dagmar
- Kiesling Edith
- Kreiler Brigitta
- Schneider Maria
- Schüller-Paul Claudia
- Theil Waltraud
- Wallner Michaela
- Gold Peter
- Janoschek Michael
- Kreiler Johannes
- Kummer Johannes
- Pogatscher Norbert
- Kiesling Corinna
- Muntner Stefan
- Dowitsch Thomas
- Mitrowitz Anja
- Putz Katharina