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Purbach am Neusidler See - Region Neusidlersee-Leithagebirge REGION WELTERBE NATURPARK
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Weltkulturerbe See
Weltkulturerbe Neusiedler See (Fertö-tö)
Zwei Länder - ein gemeinsames Erbe ...
Seit 13. Dezember 2001 ist die grenzüberschreitende Kulturlandschaft des Neusiedler See - Gebietes Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Damit gehört die einzigartige Landschaft um den pannonischen Steppensee zu den jüngsten der insgesamt 721 Stätten weltweit, denen die UNESCO-Kommission "außergewöhnliche Bedeutung für die gesamte Menschheit" attestiert. Die Region Neusiedler See feiert die Auszeichnung mit einem fröhlichen Festreigen, dem "Frühlingserwachen" vom 21. März bis 21. April.

Die grenzüberschreitende Kulturlandschaft Neusiedler See (ungar. Fertö-tö) wurde von Österreich und Ungarn gemeinsam nominiert. Das Gebiet des jungen Weltkulturerbes umfasst auf österreichischer Seite als Kernzone den See und die ihn umgebende Kulturlandschaft (gleichzusetzen mit dem Landschaftsschutzgebiet): Der gesamte Uferbereich mit den Seegemeinden von Mörbisch bis Illmitz sowie der denkmalgeschützten Altstadt von Rust gehören ebenso dazu wie Teile des Nationalparks Neusiedler See - Seewinkel. Auf ungarischer Seite sind unter anderem der Fertö-Hanság Nationalpark und Schloss Fertöd Teil des Weltkulturerbes.


Welterbe: Mensch und Natur in Harmonie
Der Neusiedler See war als prähistorische Handelsroute zwischen Adria und Ostsee Schnittpunkt vieler Kulturen. Hier trafen germanische, slawische und finno-ugrische Bevölkerungsgruppen aufeinander und noch heute weist die Region eine außergewöhnliche ethnische Vielfalt auf. Zeugen der kontinuierlichen und bewegten Siedlungsgeschichte seit frühesten Zeiten sind zahlreiche archäologische Denkmäler, wie etwa die einzigartigen Steinbrüche in St. Margarethen und Fertörakos.

Durch Abholzung, Entwässerung, Jagd und Beweidung haben die hier lebenden Menschen über die Jahrhunderte eine Kulturlandschaft geschaffen, in der die wirtschaftliche Nutzung und die Erhaltung der naturnahen Lebensräume in Einklang stehen. Die Landschaft wird zu einem beachtlichen Teil durch Schilf, Wasser und Weinberge geprägt. Dass der Weinbau stets eine bedeutende Rolle einnahm, spiegelt auch die regionale bäuerliche Architektur wieder.



Bis heute finden sich in den Orten rund um den See Kellergewölbe, Presshäuser und Kellergassen und bilden in den Zentren noch immer harmonische Ensembles oder lassen alte Ortsstrukturen erkennen. Beispiel für ein bedeutendes ungestörtes Ortsgefüge mit alter Bausubstanz ist die von einer Stadtmauer umgebene Altstadt der Freistadt Rust, die geschlossen unter Denkmalschutz steht.


Außergewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt
Zwischen Alpen und Puszta gelegen bietet die Region Neusiedler See einen einzigartigen Lebensraum für Pflanzen und Tiere aus dem pannonischen, alpinen und dem mediterranen Bereich. Im Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel, dem einzigen Steppennationalpark Mitteleuropas, finden sich an den nahezu 45 Lacken rund 300 seltene Vogelarten zum Brüten ein wie etwa der Säbelschnäbler, Löffler und der Stelzenläufer. Darüber hinaus ist der Nationalpark ein wichtiger Knotenpunkt für den Vogelzug von Nordeuropa und Sibirien in den afrikanischen Kontinent. Doch auch exotische Landbewohner wie die Südrussische Tarantel und der Mondhornkäfer sind hier anzutreffen.

www.welterbe.org